13. Monatseinkommen

  • Wiederkehrende Sonderzahlung
  • Baustein für die individuelle Altersvorsorge
  • Erstattungsleistung

Allgemein

Neben der ausgeprägten Witterungsabhängigkeit sind die Arbeitsplätze im Dachdeckerhandwerk durch eine hohe unterjährige Beschäftigung und häufig wechselnde Arbeitsstätten geprägt.

Zum Ausgleich dieser strukturbedingten Benachteiligungen erhält der Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber die tarifvertraglich geregelte Sonderzahlung Teil eines 13. Monatseinkommens.

Zusätzlich wird dem Arbeitnehmer ein Beitrag für die individuelle betriebliche Altersvorsorge auf sein persönliches Altersvorsorgekonto gutgeschrieben und in eine Anwartschaft auf Leistungen umgewandelt.

Finanziert werden diese Leistungen durch tarifvertraglich festgelegte Beitragszahlungen, die von den Dachdeckerbetrieben monatlich an SOKA-DACH abgeführt werden.

Die reguläre Antragsfrist (Vollanspruch) endet am 31. Mai des folgenden Jahres. Scheidet ein Arbeitnehmer während des Jahres aus, müssen Sie den Antrag (Teilanspruch) innerhalb von drei Monaten nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei SOKA-DACH stellen.

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Die Löhne unterscheiden sich, weil es verschiedene Berechnungsgrundlagen gibt. Für den Teil eines 13. Monatseinkommens wird der Durchschnitt aus den Einkünften der Monate April bis September des laufenden Kalenderjahres gebildet. Beim Ausfallgeld sind es die Bruttolöhne der Monate Mai bis September des vorangegangenen Jahres. Für die Berechnung des Urlaubsentgelts wird auf die Monate April bis September des vorangegangenen Jahres zurückgegriffen - zumindest muss ein vollständiger Abrechnungszeitraum (Monat) für die Berechnung zur Verfügung stehen. Beim Urlaubsentgelt gilt außerdem folgende Besonderheit: Liegt der berechnete Durchschnitt unter dem Mindestlohn 2, teilt SOKA-DACH keinen Stundenlohn mit und verweist auf die Regelungen des RTV. In welche Lohngruppe der Arbeitnehmer eingestuft ist, entscheidet der Arbeitgeber.

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Arbeitgeber, aber auch bevollmächtigte Lohnbüros oder Steuerberater können Anträge einreichen. Bitte achten Sie darauf, die Anträge abzustempeln und zu unterschreiben.

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Die Beiträge der Mitgliedsbetriebe werden nach dem Sozialprinzip auf sämtliche Leistungsarten der Kassen umgelegt. Eine Rückerstattung von Beiträgen wegen nicht in Anspruch genommener Leistungen ist deshalb nicht möglich.

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Die Auszahlung des Teils eines 13. Monatseinkommens ist üblicherweise mit der Lohnabrechnung für den Monat November vorzunehmen. Davon abweichend wird ein Teilanspruch in dem Monat fällig, in dem ein Arbeitnehmer aufgrund einer ordentlichen oder betriebsbedingten Kündigung oder aus Altersgründen (Rente) aus einem Unternehmen ausscheidet. Voraussetzung ist, dass er mindestens drei Monate ununterbrochen im Dachdeckerhandwerk beschäftigt war.

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Geltungsbereich

Betrieblich:

Alle Dachdeckerbetriebe in der Bundesrepublik Deutschland. Diese Betriebe wie auch selbstständige Betriebsabteilungen Dachdecker fallen grundsätzlich als Ganzes unter diese Tarifverträge.

Persönlich:

Alle gewerblichen Arbeitnehmer, die eine nach den Bestimmungen des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VI) versicherungspflichtige Tätigkeit ausüben.

Nein, SOKA-DACH ist in diesem Fall nicht zuständig, weil Lehrlinge nicht meldepflichtig sind. Auszubildende haben einen Anspruch gegen den Ausbildungsbetrieb. Was zu beachten ist, ist im Tarifvertrag über die Gewährung eines Teils eines 13. Monatseinkommens für Auszubildende geregelt. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an die Landesinnungsverbände oder die Handwerkskammern.

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Zur Höhe des 13. Monatseinkommens eines Lehrlings kann SOKA-DACH keine Angaben machen, weil Auszubildende nicht in den persönlichen Geltungsbereich des Tarifvertrags 13. Monatseinkommen fallen. Lehrlinge zählen nicht zu den gewerblichen Arbeitnehmern. Für sie gibt es einen separaten Tarifvertrag. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an die Innungen oder Handwerkskammern.

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Nein, anspruchsberechtigt sind ausschließlich die im persönlichen Geltungsbereich des Tarifvertrags beschriebenen Personen, d. h. gewerbliche Arbeitnehmer. Angestellte (Gehaltsempfänger) zählen nicht dazu. Möglicherweise bestehen dennoch Ansprüche gegen den Arbeitgeber, die in einem separaten Tarifvertrag geregelt sind. 

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Anspruchsregelung

Besteht das Beschäftigungsverhältnis des Arbeitnehmers am 30. November ununterbrochen zwölf Monate, so erwirbt er einen Anspruch auf den vollen Teil eines 13. Monatseinkommens.

Die Höhe des Vollanspruchs beträgt

  • 81 Durchschnittsstundenlöhne in den alten Bundesländern
  • 71 Durchschnittsstundenlöhne in den neuen Bundesländern

Zusätzlich wird für den Arbeitnehmer ein Betrag in Höhe von 

  • 38 Durchschnittsstundenlöhnen

für seine individuelle betriebliche Altersvorsorge angelegt.

Sind die Voraussetzungen für den Vollanspruch nicht erfüllt, hat der Arbeitnehmer, dessen Beschäftigungsverhältnis im Dachdeckerhandwerk am 30. November mindestens ununterbrochen 3 Monate besteht, einen Teilanspruch. 

Für den Arbeitnehmer, der vor dem 30. November nach mindestens dreimonatiger ununterbrochener Beschäftigung – ohne eigene Veranlassung – ausscheidet, ergibt sich bereits im laufenden Jahr ein Teilanspruch.

Die Höhe des Teilanspruchs bemisst sich nach der ununterbrochenen Beschäftigungsdauer im Gewerk und dem durchschnittlichen Stundenlohn des Arbeitnehmers.

  • Beispiel:
    War ein Arbeiternehmer am 30. November sechs Monate ohne Unterbrechungen im Dachdeckerhandwerk beschäftigt, hat er Anspruch auf 6/12 des vollen Teiles eines 13. Monatseinkommens. 

Die Teilanspruchsregelungen gelten sowohl für den auszuzahlenden Teil eines 13. Monatseinkommens als auch für den Anspruch auf Gutschrift des Beitrages für die individuelle betriebliche Altersvorsorge.

Der Arbeitnehmer muss mindestens drei Monate ununterbrochen als gewerblicher Arbeitnehmer im Dachdeckerhandwerk beschäftigt sein. War der Arbeitnehmer bei mehreren Arbeitgebern beschäftigt, sind die (gemeldeten) Beschäftigungszeiten zu berücksichtigen.

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Arbeitgeber-Info

Für die Beantragung der Erstattung zum 30. November erhalten Sie von uns automatisch einen Erstattungsantrag, sofern uns Ihre Beitragsmeldungen, einschließlich der Meldung für den Monat September, vorliegen. Bitte achten Sie daher auf eine rechtzeitige Einreichung Ihrer Beitragsmeldungen.

Für Arbeitnehmer, die im laufenden Kalenderjahr einen Teilanspruch erwerben, bitten wir Sie das Erstattungsformular für die Beantragung des Anspruchs – zeitnah vor dem Austritt des Arbeitnehmers – schriftlich bei uns anzufordern.

In dem Ihnen zur Verfügung gestellten Erstattungsantrag wird u. a. die Höhe des Teiles eines 13. Monatseinkommens sowie des Beitrages für die individuelle betriebliche Altersvorsorge ausgewiesen.

Die Auszahlung des Teiles eines 13. Monatseinkommens nehmen Sie bitte mit Zahlung des Novemberlohns vor. Im laufenden Kalenderjahr entstandene Teilansprüche zahlen Sie bitte mit der letzten Lohnabrechnung aus.

Um den Erstattungsanspruch bei uns geltend zu machen, bitten wir Sie um Einreichung des vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Erstattungsantrages. Bitte achten Sie darauf, den Originalantrag unbedingt auf dem Postweg bei uns einzureichen.

Die Durchschrift des Antrages händigen Sie bitte Ihrem Arbeitnehmer aus.

Sobald Ihr Antrag bei uns eingegangen ist und geprüft wurde, wird Ihnen der entsprechende Betrag erstattet. Gleichzeitig wird der Beitrag für die individuelle betriebliche Altersvorsorge auf das persönliche Altersvorsorgekonto des Arbeitnehmers gutgeschrieben.

Verfallfristen für den Arbeitgeber:
Per 30. November fällige Erstattungsansprüche des Arbeitgebers verfallen gegenüber SOKA-DACH, wenn sie nicht bis zum 31. Mai des Folgejahres geltend gemacht wurden. Unterjährige Teilansprüche verfallen drei Monate nach Fälligkeit.

Ja, der Teil eines 13. Monatseinkommens gehört zum steuerpflichtigen Bruttolohn und muss daher bei der Bruttolohnsummenmeldung berücksichtigt werden.

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Ja. Ansprüche auf den Teil eines 13. Monatseinkommens entstehen, wenn ein Arbeitnehmer mindestens drei Monate ununterbrochen im Dachdeckerhandwerk beschäftigt ist. Es spielt keine Rolle, ob er bei einem oder mehreren Arbeitgebern gearbeitet hat. Die gemeldeten Beschäftigungszeiten werden addiert. Wechselt der Arbeitnehmer auf eigenen Wunsch innerhalb von zehn Arbeitstagen den Betrieb, werden bereits erworbene Ansprüche auf das neue Beschäftigungsverhältnis übertragen.

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Bitte prüfen Sie, ob die nachstehend aufgeführten Kriterien erfüllt sind: Der Auszubildende muss seine Lehre mit bestandener Gesellenprüfung abgeschlossen haben und ohne Unterbrechung im Ausbildungsbetrieb weiterbeschäftigt werden. Gerne übersehen wird, dass die Ausbildung an dem Tag endet, an dem die Prüfung erfolgreich abgeschlossen wurde. Bereits am Tag nach der Prüfung - das kann je nach Prüfungstermin mitten in der Woche sein - muss der Geselle der Lohnausgleichskasse als gewerblicher Arbeitnehmer gemeldet werden.

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Das hängt von der Art der Kündigung ab. Handelt es sich um eine ordentliche oder betriebsbedingte Kündigung, sind Sie verpflichtet, ihm den Teil eines 13. Monatseinkommens anteilig mit dem letzten Lohn auszuzahlen. Bitte fordern Sie den dafür notwendigen Antrag innerhalb von drei Monaten nach dem Austrittsmonat bei SOKA-DACH an. Handelt es sich um eine fristlose Entlassung, die arbeitsrechtlich gerechtfertigt ist, verliert der Arbeitnehmer Ihnen gegenüber den Anspruch.

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Das hängt davon ab, wann das Beschäftigungsverhältnis endet. Scheidet der Arbeitnehmer auf eigenen Wunsch vor dem 30. November aus, verliert er seinen Anspruch gegen den Arbeitgeber. Ist er am 30. November noch beschäftigt, hat er einen Anspruch gegen Sie. Der 30. November ist der Tag, an dem die Leistungsperiode bzw. der Bemessungszeitraum endet. Deswegen muss genau geprüft werden, wann die Kündigung wirksam wird.

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Ja. Die Berechnungsgrundlage für den Durchschnittslohn ist tarifvertraglich geregelt. SOKA-DACH wendet die Regeln an und berechnet den Durchschnitt aus den Daten, die von den Betrieben gemeldet werden. In die Berechnung fließen auch Werte aus einer Vorbeschäftigung ein. Der ermittelte Durchschnittslohn für die Berechnung des 13. Monatseinkommens und des Arbeitgeberbeitrags für die Altersvorsorge ist deshalb zu akzeptieren. 

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Der Antrag (1. Blatt) muss als Original bei SOKA-DACH eingereicht werden. Fotokopien, Faxe usw. werden nicht akzeptiert.

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Ein Dachdeckergeselle, der seine Ausbildung durch bestandene Prüfung beendet hat und am 30. November bei seinem Ausbildungsbetrieb beschäftigt ist, bekommt die Zeit der Ausbildung angerechnet. Wichtig ist, dass die ununterbrochene Weiterbeschäftigung der Lohnausgleichskasse nachgewiesen, d. h. der Junggeselle gemeldet wird.

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Damit SOKA-DACH die Bezugsberechtigten über die zu erwartende Rentenhöhe informieren kann, muss die Adresse des Arbeitnehmers hinterlegt und stets aktuell sein. Die jährlichen Mitteilungen können andernfalls nicht zugestellt werden.

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Die Anträge können nur dann erstellt werden, wenn sämtliche Bruttolohnsummenmeldungen eines Kalenderjahres bis einschließlich September verbucht sind. Möglicherweise liegen SOKA-DACH nicht alle Meldungen vor.

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SOKA-DACH vermerkt in den Formularen sämtliche gemeldeten und für die Ermittlung des Anspruchs relevanten Beschäftigungszeiten. Der Arbeitnehmer war offensichtlich bereits bei einem Dachdecker beschäftigt, bevor er zu Ihnen gewechselt hat. Diese Zeiten müssen berücksichtigt werden.

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Nein. Bezieht der Arbeitnehmer Altersrente, werden keine Beiträge mehr auf das Altersvorsorgekonto gebucht. Stattdessen wird der Arbeitgeberbeitrag zusammen mit dem Teil eines 13. Monatseinkommens erstattet. Teilen Sie uns bitte schnellstmöglich mit, wenn dieser Fall vorliegt, und reichen Sie als Beleg eine Kopie des Rentenbescheids ein.

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Bitte bestätigen Sie den unter Position A. ANSPRUCH Teil eines 13. Monatseinkommens aufgeführten Betrag. Denn nur dieser wird von Ihnen an den Arbeitnehmer ausgezahlt. Der zweite, niedrigere Betrag wird von SOKA-DACH verwaltet und auf das individuelle Vorsorgekonto bei der Zusatzversorgungskasse gebucht. Die Beträge dürfen deshalb nicht addiert werden.

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Ja, der Teil eines 13. Monatseinkommens gehört zum steuerpflichten Bruttolohn und ist deshalb beitragspflichtig.

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Es gibt mehrere Gründe, weshalb beantragte Leistungen nicht oder nicht vollständig erstattet wurden: Bei SOKA-DACH sind nicht alle Anträge eingegangen. Die Formulare sind nicht am selben Tag eingetroffen oder konnten nicht am selben Tag bearbeitet werden. Ein Teil der Anträge wurde abgewickelt, ein Teil zur Korrektur an den Einreicher zurückgeschickt. Möglicherweise wurden Leistungen mit offenen Beiträgen verrechnet.

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SOKA-DACH erstellt den Antrag automatisch, sobald der Arbeitnehmer mit der Bruttolohnsummenmeldung gemeldet und die Anspruchsvoraussetzung erfüllt ist. Den Antrag erhalten Sie, sobald Ihre Meldung verbucht ist.

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Während der Elternzeit ruht das Arbeitsverhältnis. Vom Arbeitnehmer wird keine Arbeitsleistung erbracht. Die Zahl der Anspruchsmonate und damit die Höhe des 13. Monatseinkommes verringert sich entsprechend. Als Beschäftigungsmonat gilt jeder Monat, während dem das Beschäftigungsverhältnis mindestens zwölf Arbeitstage besteht. Beginnt oder endet die Elternzeit während eines Monats, muss geprüft werden, ob ein Monat angerechnet wird oder nicht.

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Liegen der Kasse die für die Ermittlung notwendigen Daten nicht vor, kann nichts berechnet werden. Sind Bruttolohnsummenmeldungen unvollständig oder fehlen ganz, schreibt SOKA-DACH die Betriebe an. Wie schnell die Betriebe reagieren, können wir nicht beeinflussen.

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Es hängt davon ab, wie lange ein Arbeitnehmer krank ist und ob von einer Wiederaufnahme der Tätigkeit nicht mehr ausgegangen wird. Eine längere Erkrankung führt nicht automatisch dazu, dass ein Arbeitnehmer seinen Anspruch verliert. Erst, wenn der Arbeitnehmer von der Krankenkasse ausgesteuert wurde - das ist bei der gesetzlichen Krankenversicherung frühestens nach 78 Wochen der Fall -, er sich arbeitslos meldet und die Zahlung von Arbeitslosengeld beantragt und der Arbeitgeber auf Anfrage des Arbeitsamtes auf die sog. Verfügungsgewalt gegenüber dem Arbeitgeber verzichtet, entfällt der Anspruch auf den Teil eines 13. Monatseinkommens. In diesem Fall wird davon ausgegangen, dass das Arbeitsverhältnis nur noch pro forma besteht und die Arbeit nicht wiederaufgenommen wird.

 
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Arbeitnehmer-Info

Als gewerblicher Arbeitnehmer im Dachdeckerhandwerk haben Sie gegenüber Ihrem Arbeitgeber – bei Erfüllung der tariflichen Voraussetzungen – einen Anspruch auf Zahlung des Teiles eines 13. Monatseinkommens.

Darüber hinaus haben Sie einen Anspruch auf Gutschrift des Beitrages für Ihre Individuelle betriebliche Altersvorsorge (Altersvorsorgekonto).

Die Höhe des Anspruchs bemisst sich nach 

  • der Dauer Ihrer ununterbrochenen Beschäftigung und
  • der Höhe Ihres durchschnittlichen Stundenlohnes. 

Die Auszahlung erfolgt im Regelfall mit Ihrem Lohn für den Monat November.

Scheiden Sie aus dem Betrieb vor dem 30. November – ohne eigene Veranlassung – nach mindestens dreimonatiger ununterbrochener Beschäftigung aus dem Betrieb aus, steht Ihnen bereits im laufenden Kalenderjahr ein Teilanspruch zu. Diesen erhalten Sie von Ihrem Arbeitgeber mit der letzten Lohnzahlung.

Zu Ihrer Kontrolle händigt Ihnen Ihr Arbeitgeber einen Nachweis über den für Sie mit uns abgerechneten Teil eines 13. Monatseinkommens aus. Wir bitten Sie, die Angaben auf dem Formular sowie die entsprechende Lohnabrechnung sorgfältig zu prüfen.

Darüber hinaus erhalten Sie von der ZVK eine gesonderte Bescheinigung über den Ihrem Altersvorsorgekonto gutgeschriebenen Betrag.

Verfallfristen für den Arbeitnehmer:
Ihr Anspruch auf Zahlung des Teiles eines 13. Monatseinkommens verfällt, wenn er nicht innerhalb von drei Monaten nach Fälligkeit gegenüber der anderen Vertragspartei (Arbeitgeber) schriftlich geltend gemacht wurde.

Der Anspruch auf Finanzierung einer Altersvorsorgeleistung verjährt nach drei Jahren. Die Verjährungsfrist beginnt mit Ende des Kalendermonats, in dem der Anspruch entstanden ist. 

Anspruch auf den Teil eines 13. Monatseinkommens haben Sie, wenn Sie drei Monate ununterbrochen im Dachdeckerhandwerk beschäftigt waren. Bei einer fristgerechten Kündigung sollte Ihnen Ihr bisheriger Arbeitgeber den Teilanspruch mit der letzten Lohnabrechnung auszahlen.

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Nein, das ist nicht möglich. Die Beiträge für die Altersvorsorge, die im Zusammenhang mit dem 13. Monatseinkommen stehen, werden in sog. Rentenbausteine umgewandelt. Daraus wird eine Rente finanziert, über die Sie erst verfügen können, wenn Sie Altersrente beziehen. Das Versicherungsverhältnis wird nach dem Ausscheiden vorübergehend oder dauerhaft ruhend gestellt. Die jährliche Information zur Wertentwicklung erhalten Sie weiterhin. Die Beiträge sind für Sie sicher angelegt.

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Eine längere Erkrankung führt nicht automatisch dazu, dass Sie Ihren tarifvertraglich geregelten Anspruch verlieren. Dazu müssten Sie u. A. deutlich länger als 78 Wochen erkrankt und von der Krankenkasse ausgesteuert sein. Wenn das bei Ihnen nicht der Fall ist, sollte Ihnen der Arbeitgeber den Teil eines 13. Monatseinkommens nicht verwehren.

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Wenn Sie den Arbeitgeber wechseln und innerhalb von zehn Arbeitstagen wieder bei einem Dachdecker anfangen, wird der erworbene Anspruch automatisch auf das neue Beschäftigungsverhältnis übertragen. Das gilt aber nur, wenn der neue Arbeitgeber ein Betrieb ist, der zum Dachdeckerhandwerk zählt. Ist das nicht der Fall, ist der Anspruch auf den Teil eines 13. Monatseinkommens verloren gegangen, weil Sie selbst gekündigt haben. Das gilt auch, wenn zwischen dem Ausscheiden bei dem einen und dem Arbeitsantritt bei dem neuen Arbeitgeber mehr als zehn Arbeitstage liegen.  

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Wenn Sie Altersrente beziehen oder in den Ruhestand gehen, benötigen wir so früh wie möglich eine Kopie des Rentenbescheids. Wir veranlassen dann, dass der Arbeitgeberbeitrag für die Altersvorsorge nicht mehr auf Ihr Vorsorgekonto gebucht, sondern erstattet wird, wenn der Arbeitgeber das 13. Monatseinkommen beantragt.

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