Ausfallgeld

  • Ausgleich bei witterungsbedingten Arbeitsausfällen in den Monaten April, Oktober und November – für das Jahr 2020 ergänzt um die Monate Juni bis September
  • Sicherung der ganzjährigen Beschäftigung
  • Erstattungsleistung
Ausfallgeld

Allgemein

Branchenspezifisch weist das Dachdeckerhandwerk eine hohe Witterungsabhängigkeit der Arbeitsplätze auf.

Zum Ausgleich der dadurch entstehenden Nachteile sichern und fördern die tarifvertraglichen Regelungen zum Ausfallgeld die Aufrechterhaltung der Beschäftigungsverhältnisse außerhalb der Winterperiode.  

Damit leistet SOKA-DACH einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Arbeitsplätze in den Betrieben des Dachdeckerhandwerks.

Finanziert werden diese Leistungen durch tarifvertraglich festgelegte Beitragszahlungen, die von den Dachdeckerbetrieben an SOKA-DACH abgeführt werden.

Geltungsbereich

Betrieblich:

Alle Dachdeckerbetriebe in der Bundesrepublik Deutschland. Diese Betriebe wie auch selbstständige Betriebsabteilungen Dachdecker fallen grundsätzlich als Ganzes unter diesen Tarifvertrag.

Persönlich:

Alle gewerblichen Arbeitnehmer, die eine nach den Bestimmungen des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VI) versicherungspflichtige Tätigkeit ausüben.

Ausfallgeldrechner

Um Ihnen die Berechnung des Ausfallgeldes – ab den Monat Juni 2020 – zu erleichtern, haben wir für Sie den Ausfallgeldrechner entwickelt. Tragen Sie bitte die für die Berechnung erforderlichen Werte in die entsprechenden Felder ein und der Rechner ermittelt die von Ihnen benötigten Zahlen. Bitte beachten Sie, dass der Rechner nicht berücksichtigt, ob im laufenden Kalenderjahr bereits Ausfallstunden für den Arbeitnehmer abgerechnet wurden.

Ausfallgeldrechner

Geben Sie hier folgende Daten ein:

Gültiger Stundenlohn

Anzahl witterungsbedingter Ausfallstunden

Leistungslohn/Akkordlohn

Höhe des errechneten Ausfallgeldes*:

Stundensatz je Ausfallstunde

Anzahl witterungsbedingter Ausfallstunden

Ausfallgeldanspruch Ihres Arbeitnehmers

Ihr Erstattungsanspruch

* Die oben errechneten Werte sind unverbindlich und können im Einzelfall von den tatsächlichen Ansprüchen abweichen, beispielsweise wenn der Arbeitnehmer die für das laufende Jahr zur Verfügung stehenden Ausfallstunden (max. 53 Std./Jahr) überschritten hat. Die verbindlichen Werte werden Ihnen mit der Erstattung des Ausfallgeldes schriftlich durch uns bescheinigt.

Anspruchsregelungen

Wird die Arbeit in den Monaten April, Oktober und November – sowie im Jahr 2020 in den Monaten Juni bis September – ausschließlich aus zwingenden Witterungsgründen an einem Tag für mindestens eine Stunde eingestellt, hat der Arbeitnehmer Anspruch auf ein tarifliches Ausfallgeld.

Das Ausfallgeld wird für jede Ausfallstunde, höchstens für 53 Stunden im Kalenderjahr pro Arbeitnehmer als Lohnersatzleistung gezahlt.

Für geplante Überstunden, die aus Witterungsgründen nicht geleistet wurden, kann kein Ausfallgeld beantragt werden.

Ab Juni 20201) beträgt das Ausfallgeld 75 % des zum Zeitpunkt des Arbeitsausfalls gültigen Stundenlohns.

Bei Arbeitnehmern, die Leistungslohn (Akkordlohn) erhalten, beträgt das Ausfallgeld 75 % des gültigen Stundenlohns zuzüglich 25 %.

Das Ausfallgeld wird mit der Lohnzahlung für den Monat fällig, in dem die Ausfallstunden angefallen sind. Das an die Arbeitnehmer ausgezahlte Ausfallgeld erhält der Arbeitgeber von SOKA-DACH erstattet.

Darüber hinaus werden dem Arbeitgeber die für das Ausfallgeld zu tragenden Sozialleistungen in Höhe einer Pauschale von  23 % erstattet. Hierdurch werden die Sozialabgaben der Betriebe zusätzlich abgefedert.

1) Die Höhe des Ausfallgeldes beträgt bis einschließlich 30.04.2020 75 % des durchschnittlichen Stundenlohnes, den der Arbeitnehmer in den Monaten Mai bis September des vorangegangenen Jahres erzielt hat. Kann der durchschnittliche Stundenlohn nicht ermittelt werden, ist als Berechnungsbasis für das Ausfallgeld der vereinbarte Stundenlohn zugrunde zu legen.

Arbeitgeber-Info

Ab Juni 20201) erfolgt die Beantragung von Ausfallgeld direkt über die Bruttolohnsummenmeldung (siehe Abbildung rechts).

Bitte tragen Sie in die dafür vorgesehenen Felder den gültigen Stundenlohn und die Anzahl der witterungsbedingten Ausfallstunden ein.

Erhält der Arbeitnehmer Akkordlohn, muss dies unbedingt angegeben werden.     

Sobald die Bruttolohnsummenmeldung bei uns verbucht ist, erstatten wir Ihnen den Betrag für das Ausfallgeld zuzüglich einer Pauschale von 23 % für die von Ihnen zu tragenden Sozialleistungen.

1) Für die Beantragung des Ausfallgeldes bis einschließlich April 2020 stellen wir Ihnen automatisch für jeden gewerblichen Arbeitnehmer einen Erstattungsantrag zur Verfügung. In dem Erstattungsantrag wird im Regelfall der durchschnittliche Stundenlohn des Arbeitnehmers sowie der Stundensatz des Ausfallgeldes ausgewiesen. Multiplizieren Sie bitte den Stundensatz des Ausfallgeldes mit der Anzahl der angefallenen witterungsbedingten Ausfallstunden und tragen Sie die Stunden sowie den Erstattungsbetrag in den Antrag ein.

Anschließend reichen Sie bitte den von Ihnen (oder Ihrem Lohnbüro) unterschriebenen Originalantrag auf dem Postweg oder per Fax bei uns ein. Die Anzahl der Ausfallstunden und das daraus resultierende Ausfallgeld sind in der jeweiligen Lohnabrechnung des Arbeitnehmers auszuweisen.

Sobald der Antrag bei uns eingegangen ist und geprüft wurde, erstatten wir Ihnen den Ausfallgeldbetrag zuzüglich einer Pauschale von 23 % für die von Ihnen zu tragenden Sozialleistungen.

Verfallfristen für den Arbeitgeber:
Ansprüche auf Erstattung des Ausfallgeldes verfallen, wenn sie nicht innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf des Jahres, in dem sie entstanden sind, gegenüber SOKA-DACH geltend gemacht wurden. Das ist der 30. Juni des Folgejahres.

Arbeitnehmer-Info

Als gewerblicher Arbeitnehmer im Dachdeckerhandwerk haben Sie gegen Ihren Arbeitgeber in den Monaten April, Oktober und November – sowie im Jahr 2020 in den Monaten Juni bis September – Anspruch auf Zahlung eines tariflichen Ausfallgeldes. 

Der Anspruch entsteht, wenn Sie in den drei genannten Monaten aus witterungsbedingten Gründen nicht arbeiten können. 

Gezahlt wird das Ausfallgeld ab der ersten vollen Ausfallstunde, höchstens für 53 Ausfallstunden je Kalenderjahr.

Ausgezahlt wird Ihnen das Ausfallgeld mit dem Lohn für den Monat, in dem die Ausfallstunden angefallen sind. 

Das Ausfallgeld ist eine tarifliche Lohnersatzleistung. Bitte achten Sie daher bei der Kontrolle Ihrer Lohnabrechnung darauf, dass die Ausfallstunden und das daraus resultierende Ausfallgeld in der Abrechnung in der entsprechenden Höhe ausgewiesen ist und weder mit Ihren Guthabenstunden (Arbeitszeitkonto) noch mit Urlaubstagen verrechnet wurde. Für geplante Überstunden, die aus Witterungsgründen nicht geleistet wurden, wird kein Ausfallgeld gezahlt. 

Verfallfristen für den Arbeitnehmer:
Ihre Ansprüche auf Auszahlung des Ausfallgeldes verfallen mit Ablauf des 30. Juni des auf den Ausfall folgenden Jahres.

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Wichtige meldung

Wichtige Mitteilung zum Teil eines 13. Monatseinkommens: Wegfall der Zusammenstellungen und der Durchschläge

­Bitte beachten Sie die wichtigen Änderungen beim Erstattungsverfahren Teil eines 13. Monatseinkommens. Nähere Informationen finden Sie unter Neuigkeiten in der Rubrik Mitteilungen und Termine.


Neuer Service: der Ausfallgeldrechner

SOKA-DACH hat für Sie den Ausfallgeldrechner entwickelt. Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik Mitteilungen und Termine, unter Leistungen und Service & Hilfe auf dieser Homepage.­­


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